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Öffentliches Statement des Fanrats auf die Vorwürfe des Insolvenzverwalters
Sehr geehrte Mitglieder, Freunde und Kritiker des Fanrat Rot-Weiß Erfurt e. V., liebe Fans des FC RWE,

der Dezember ist ein traditioneller Zeitpunkt für den Blick zurück. Was wurde im abgelaufenen Jahr getan, was wurde erreicht, was wurde vielleicht auch nicht geschafft. Mit dieser Tradition wollten wir brechen und bis zum Januar warten, wenn wir unseren ersten Geburtstag als Verein feiern werden. Durch zwei Interviews in der Thüringer Presse sehen wir uns nun aber gezwungen, ganz traditionell kurz vor Weihnachten auf das erste Jahr Fanrat Rot-Weiß Erfurt e.V. zurückzublicken.

Unser Name ist nicht zufällig gewählt. Im Mittelpunkt der Tätigkeit unserer Mitglieder steht einzig und allein der Verein FC Rot-Weiß Erfurt. Mit diesem Anspruch gründeten wir uns am 12. Januar 2018.

Anfang des Jahres lag der FC RWE wirtschaftlich und sportlich am Boden. Die bevorstehende Insolvenz war mehr als ein Gerücht, in der Drittliga-Tabelle lagen wir hoffnungslos abgeschlagen am Tabellenende. Doch egal wie schlecht die Situation war, im Fanrat trafen sich viele motivierte Menschen, die den FC Rot-Weiß im Herzen tragen. Viele empfanden eine Aufbruchsstimmung verbunden mit der Hoffnung auf einen Neuanfang.

Es war der Auftakt in ein Jahr, in dem viele unserer Mitglieder und weitere Freunde des FC RWE in ungezählten Stunden ehrenamtlich diskutierten, planten, anpackten und im Ergebnis viele Ideen zum Leben erweckten. Umso enttäuschter sind wir daher, dass der Insolvenzverwalter am Ende des Jahres uns in diesen zwei Interviews abspricht, im Sinne des Vereins und seiner Fans zu handeln.

Um die Diskussion wieder zu versachlichen, möchten wir hier einmal die Aktivitäten des Fanrats seit Dezember 2017 auflisten:
  • Wir luden am 01.12.2017 zur Vermittlung zwischen dem aktuellen Präsidium, dem ehemaligen Präsidenten, dem aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden, Vertreter der verschiedenen Kandidatenlisten für den Aufsichtsrat und den Ehrenratsvorsitzenden des FC RWE ein. Ergebnis war eine Vereinbarung zur gemeinsamen Herangehensweise bis zur im Januar 2018 stattfindenden Mitgliederversammlung.
  • Der Fanrat unterstützte maßgeblich die Einigung auf eine Liste für die Aufsichtsratswahl des FC Rot-Weiß Erfurt am 20.01.2018 und unterstützte den Verein bei der Durchführung dieser Mitgliederversammlung.
  • Auf Initiative des Fanrats wurde bei dieser MV beschlossen, eine Satzungskommission einzusetzen, die die strukturellen Fehler der aktuellen Satzung diskutieren und einen Vorschlag erarbeiten soll, wie man eine moderne Satzung gestalten könnte. Die Kommission hat in diesem Jahr vier Mal getagt.
  • Der Fanrat unterstützte das ehemalige Präsidium bei der Suche nach Aushilfskräften für die neue Geschäftsstelle und beim Umzug eben dieser in die Neuwerkstraße.
  • Der Fanrat organisierte eine Podiumsdiskussion „Die Stadt Erfurt und der FC Rot-Weiß“ am 28.03.2018 im Café Nerly im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl mit den Kandidaten der Stadtratsfraktionen, um deren Positionen zum Verein öffentlich zu machen.
  • Die AG NEUANFANG, welche maßgeblich für die positive Begleitung der letzten 3. Ligasaison des Vereins durch die Fans verantwortlich war, organisierte Aktionen vieler unterschiedlicher Fangruppierungen.
  • Der Fanrat sicherte sich zum Zeitpunkt des eingereichten Insolvenzantrages im März 2018 die Namensrechte von Turbine Erfurt mit dem einzigen Ziel, diese im schlimmsten anzunehmenden Fall für einen Neustart des Vereins nutzbar zu machen.
  • Vertreter des Fanrats haben ebenfalls im März 2018 gemeinsam mit dem kommissarischen Aufsichtsrat, dem Ehrenrat, dem Ehrenpräsidenten, dem damaligen Wirtschaftsbeirat und Sponsoren beschlossen, dass nur ein gemeinsames Handeln zur Rettung des Vereins führen kann. Die Beteiligten hatten sich auf einen inhaltlichen, wie strukturellen Neuanfang verständigt. An dem von Fans initiierten Motto und als Leitspruch „Wir folgen viele Jahre lang, jetzt zusammen - NEUANFANG!“ sollte alles interne wie öffentliche Handeln zukünftig ausgerichtet sein.
  • Der Fanrat wiedersprach vehement den teils falschen Aussagen zum RWE in der Endphase der Oberbürgermeisterwahl und führte dazu Gespräche, um diese aus der Welt zu schaffen.
  • Der Vorstand des Fanrats traf sich am 5.4.2018 erstmals mit Insolvenzverwalter Reinhardt zur Abstimmung der Zusammenarbeit. Diesem Termin folgten viele weitere Gespräche über das gesamte Jahr.
  • Die „Tour de Rot-Weiß“ wurde ins Leben gerufen, um die Sichtbarkeit der Fans und deren Zusammenhalt in Erfurt zu verbessern.
  • Viele Fanvertretungen organsierten gemeinsam das Fanfest „Rot-Weiß lebt“ am Ende der letzten Drittligasaison auf der Rollschuhbahn neben dem Stadion mit.
  • Wir gaben Mitgliedern, Fans, dem Insolvenzverwalter wie auch dem Sportdirektor am 30.5.2018 im Café Nerly die Möglichkeit, sich über die aktuelle Lage auszutauschen.
  • Der Fanrat organsierte für den Verein zum 1. Heimspieltag der Regionalligasaison 2018/19 ein weiteres Fanfest unter dem Motto #NEUANFANG u.a. mit Vorstellung der neuen Mannschaft.
  • Mitglieder des Fanrats unterstützten den FC Rot-Weiß bei der Vorbereitung und Durchführung der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 5.9.2018 in der alten Parteischule und setzten sich im Vorfeld für die Veröffentlichung der Konzepte der Aufsichtsratslisten ein.
  • Der Fanrat organsierte die Crowdfunding Kampagne #reinballerNLZ vom 5.09. bis zum 7.10.2018 mit einem Erlös von ca. 50.000 € für den Nachwuchs des Vereins.
  • Fanratsvertreter trafen sich regelmäßig mit verschiedensten Gremienvertretern, Fangruppierungen, Spielern und  Mitarbeitern des Vereins, um die aktuellen Problemlagen zu besprechen und Unterstützung zu koordinieren.
Insbesondere die Crowdfunding-Aktion hat gezeigt, wie man im Ehrenamt trotz begrenzter Ressourcen mit einer ebenso sympathischen wie professionellen Kampagne Menschen (wieder) für den FC Rot-Weiß Erfurt und ein Projekt begeistern kann. Sie hat gezeigt, wieviel Kraft im Umfeld des Vereins steckt. Dies haben nicht zuletzt die vielen Gespräche gezeigt, die unsere Mitglieder mit Fans während der Kampagne geführt haben.

Wir wissen, dass wir niemals jeden erreichen werden. Wir wollen aber für alle Fans da sein, ihre Interessen vertreten und sie mit ihren Sorgen um den Verein ernst nehmen und sie ehrlich einbeziehen. Das haben diese tollen Fans verdient.

In einem Verein treffen sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, unterschiedlichen Ideen, unterschiedlicher Motivation. Das ist im Fanrat so, das ist beim FC RWE so. Das macht es manchmal nicht einfach, aber das ist auch Vielfalt, die Leben in einen Verein bringt und die ein Fußballverein auch braucht. Unterschiedliche Meinungen oder konstruktive Kritik bedeuten jedoch nicht, dass man gegen etwas ist. Wenn sie sachlich diskutiert werden, bringen sie einen Verein nach vorn, lassen ihn wachsen, es entstehen Werte, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Und dies ist doch das Ziel, welches alle in einem Verein einen sollte: Seinen Verein voran zu bringen. In unserem Fall den FC Rot-Weiß Erfurt.

Wir werden daher auch 2019 versuchen, wieder das ein oder andere Projekt für den FC Rot-Weiß auf die Beine zu stellen. Und wir werden auch im nächsten Jahr unseren geliebten Verein kritisch begleiten, Fragen stellen, Vorschläge unterbreiten und zur sachlichen Diskussion über die Zukunft aufrufen.

Wir laden alle, Freunde, Fans, Mitglieder und auch unsere Kritiker zur Mitarbeit ein. Kommt zu uns, sprecht uns an. Begleitet uns, kreativ, motiviert, kritisch... und fair!

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Mitgliedern, allen Fans des FC RWE, unserer fantastischen Mannschaft und den engagierten Mitarbeitern, allen rot-weißen Sponsoren und Freunden frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr.

Euer Fanrat
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Nach Vorwürfen streckt Fanrat des FC Rot-Weiß Erfurt symbolisch die Hand aus:
Nach Vorwürfen streckt Fanrat des FC Rot-Weiß Erfurt symbolisch die Hand aus
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