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Nachwuchsleistungszentrum - alles zum Thema
Viel gesagt aber eingentlich nicht meine Frage beantwortet, @Guerti - das kann aber dann auch an der Art meiner Fragestellung liegen...
Wenn dem so ist, dann bitte ich um Entschuldigung und frage mal anders :
Ich glaube niemand hier ist prinzipiell dagegen, auf den Nachwuchs zu setzen und diesen stärker in die 1.Mannschaft mit einzubinden!
Ich auch nicht und ich denke z.B. @NF auch nicht!
Aber ich denke viele hier sind dagegen, dies resolut, quasi "koste es was es wolle" bzw. "mit allen möglichen Konsequenzen" zu machen!
Ich auch!
Und späestens seit Krügers Amtsantritt sollte auffallen, dass auch bei ihm kaum Nachwuchsspieler im Kader, ja nicht mal auf der Bank sitzen!
Dies deutet in meinen Augen einfach darauf hin, dass der Trainer (wo man ja annehmen muß, dass er vorallen die U19 sehr gutkennen muß) dem jetzigen Nachwuchskader die Qualität abspricht, der 1.Mannschaft zu helfen!
Die sportlichen Ergebnisse im Nachwuchs in den letzten Jahren scheinen das zu bestätigen...

Daher zitiere ich hier nochmal meine abschliesende Fragen aus dem von dir so umfangreich beantworteten Beitrag von mir :


Zitat:Ich weiß nicht woran das liegt - am mangelten Scouting, am Training oder was weiß ich - aber man muß es m.M. nach hinterfragen (dürfen), ohne gleich mundtot gemacht zu werden...

Was ist deine Meinung, @Guerti?
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Das Krüger keine U19-Spieler gebracht hat ist vordergründig erstmal richtig. Hintergründig meiner Meinung nach nicht:

1) Wir waren in einem Sinkflug, wie das letzte mal vor dem letzten Abstieg. Das ist schlicht und ergreifend nicht der richtige Zeitpunkt, um 3 U19-Spieler in die Startelf zu holen. Nachwuchs braucht Zeit und Spieler, an denen sie sich aufrichten können. Es ist zu viel verlangt, wenn man jetzt von 18-jährigen erwartet, dass sie die Karre aus dem Dreck zieht.
2) Nachwuchsspieler müssen Fehler machen dürfen, auch mal ein schlechtes Spiel machen dürfen. Da sind Partien gegen 3 der Top 4 nicht der richtige Einstieg.
3) Mit Jobst und Göllnitz sind zwei der talentiertesten U19-Spieler seit Monaten schwer verletzt, wir können also schon mal nicht ins oberste Regal greifen. Die Aussagefähigkeit über die Qualität des U19-Jahrgangs ist also recht eingeschränkt.
4) Der Kader wurde nicht "nachwuchsspielerfreundlich" geplant. Als Knoll/Petzold an der Reihe waren, haben wir einen vierten TW verpflichtet. Nehmen wir mal an, Roschlaub, Jobst und Göllnitz wären nicht verletzt gewesen, dann hätte Jobst an Jovanovic, Brasnic und Veselinovic vorbei gemusst und zusätzlich an Aydemir, Gladrow wurde auch noch vorbeordert. Von Tim Heike will ich gar nicht sprechen. Dazu kommt Roschlaub, der Becken und Lela, die machen können, was sie wollen und spielen, vor der Nase hat und mit Halili die 3 auch fest vergeben ist.
Göllnitz' Position ist mit Rüdiger, Aydemir und A³ auch mehrfach erfahren besetzt.
5) Für Krüger ist es die erste Männerstation, zudem in einer prekären Situation. Durch die Co-Trainerjob hat er den "frischen Wind"-Effekt viel weniger. Man muss davon ausgehen, dass einige Spieler nicht das Gefühl hatten, bei 0 zu starten, wie es bei einem ganz neuen Trainer der Fall gewesen wäre. Wichtig war, erstmal den Abwärtstrend zu stoppen und da müssen Ideale erstmal auf der Strecke bleiben. Ansonsten hätte er seine eigene Karriere massiv gefährdet.

Unter anderem deshalb sehe ich Krügers Agieren bisher nicht als Beweis dafür, dass er die U19-Spieler abgeschrieben hat. Das könnte nächste Saison schon ganz anders sein, wenn man den Kader so plant, dass die U19-Spieler auch Chancen auf Einsatzzeiten haben.

Wenn es dir um das sportliche Abschneiden der Nachwuchsmannschaften geht, muss man sicher ein bisschen genauer hinschauen, als nur auf die Tabelle am Saisonende. Diese Saison sind bei der U19 die wichtigsten beiden Offensivspieler fast die komplette Hinrunde ausgefallen.Vom Personalwechsel trainerseits haben wir ja schon ausgiebig geschrieben, dass auch zahlreiche Spieler die Chance nutzen, RWE günstig zu verlassen, wissen wir ja auch alle. Wenn du 10 % der besten Spieler verlierst, ist das ein Loch, das du so schnell (2-3 Saisons) mit unseren Mitteln nicht schließen kannst.

Und nochmal: Das größte Manko ist die Erwartungshaltung der Fans. Überspitzt gesagt:
Ein U19-Spieler hat gefälligst besser zu sein, als ein 30-jähriger gestandener Regionalligaspieler, ansonsten soll er sich auf die Bank scheren, bis er mal 5 Minuten lang eingewechselt wird. Kommen nicht mindestens 3 Spieler aus jedem Jahrgang nach oben, die sofort in die Startelf kommen, weil blöderweise 3 andere erfahrene Spieler extern verpflichtet werden, ist halt die Qualität nicht hoch genug.

Das kann unser NLZ mit diesen Kostenstrukturen nicht leisten. Das kann KEIN NLZ in Deutschland leisten (das ist die Antwort auf deine Frage). Die, die so gut sind/werden, verlassen RWE vorzeitig. Für die, die dahin kommen, wenn sie mal 1-2 Saisons eingesetzt würden, haben wir zu wenig Geduld.

Meine Meinung: Wir brauchen keine U17/U19 in der Bundesliga, da bekommen sie in 75 % der Spiele 3-4 Tore hinten rein und das Offensivspiel beschränkt sich darauf, den Ball vorzukloppen und durch einen der beiden schnellen Offensiven irgendwie ne Bude zu machen. Das bringt die Jungs nicht weiter. Wir brauchen Spieler, die leistungsgerecht entwickelt werden. Da ist die Regionalliga meiner Meinung nach besser geeignet, als die Bundesliga. Wenn wir irgendwann wieder 3. Liga spielen, dann kann man darüber nachdenken, ob man die Bundesliga angreifen will und die nötigen Mittel dafür bereit stellt.
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Danke für die sachliche und ausführliche Antwort! Das würde ich mir auch mal von gewissen anderen Usern so wünschen... zwinker
Ich sehe zwar einige Dinge etwas anders, wie z.B. den in Erfurt angeblich übermenschlichen Leistungsdruck auf den Nachwuchs, aber mit der Grundaussage kann ich leben...
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Ich schaue da gern, wie es bei anderen NLZs läuft. Und wie schon oben geschrieben: Nach 5 Jahren haben es von den besten 6 Mannschaften nicht mal die Hälfte der Spieler zum Profifußball geschafft. Und das waren die besten der besten. Die wurden wirklich dafür ausgebildet, Bundesliga zu spielen und nicht mal zwei Duzend haben es geschafft.

Wenn wir also für Liga 3 & 4 ausbilden und von 10-15 Spielern pro Jahrgang 2 Spieler nach 1-2 Saisons den Sprung in Liga 3 oder 4 (unabhängig davon, ob in Erfurt oder nicht) geschafft hat, haben wir schon sehr viel erreicht.
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Was alle aus meiner Sicht vergessen, ist das Thema Geld.

@NF
Wir können aktuell froh sein, wenn wir es schaffen, die 4. Liga zu finanzieren. Die 3. Liga ist meilenweit entfernt. Der Anspruch des FC RWE ist hier und heute das Halten der 4. Liga. Der Verein befindet sich in einer Transformationsphase. Der Verein, der durch sportlichen Erfolg die Menschen hinter sich scharrt, zu einem Verein, der eine wichtige soziale Aufgabe in der Region übernimmt, aber sportlich nicht mehr ganz oben angreifen wird. Solange dieses Investorenspiel im Fußball weitergeht, haben wir hier keine Chance und machen die gleichen Fehler wie vor der Insolvenz.

Der Nachwuchs ist dazu ein Spiegelbild. Er ist im gleichen Maß abgestürzt. Er wird sich auch so schnell nicht erholen, weil dafür einfach die finanziellen Mittel fehlen. Unser Anspruch ist es das NLZ zu erhalten.

Die Strategie des Ausbildungsvereins ist sicher eine mögliche Ausrichtung für die Zukunft. Allerdings steht das aktuell nicht zur Debatte, weil derzeitig nur einer über die Strategie des Vereins bestimmt. Das ist der IV. Wenn der Verein seine Strukturen gefunden hat (siehe neue Satzung) und diese arbeiten, dann sollte man aus meiner Sicht mit den Mitgliedern und den Investoren entscheiden, welchen Weg der Verein einschlägt.
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(13.01.2020, 05:00)Aik schrieb: Danke für die sachliche und ausführliche Antwort! Das würde ich mir auch mal von gewissen anderen Usern so wünschen... zwinker
Ich sehe zwar einige Dinge etwas anders, wie z.B. den in Erfurt angeblich übermenschlichen Leistungsdruck auf den Nachwuchs, aber mit der Grundaussage kann ich leben...

Eine Aik-Antwort - quasi als Klassiker.
Du stellst das so dar, als wenn es in den letzten Jahren keine ausführliche Antwort zu diesen Themen gegeben hat.
Entweder soll das ein Witz oder ein Seitenhieb mal wieder sein. Ich wünsche es mir, denn die dritte Variante wäre, dass Du es einfach vergessen hast und das wäre bei der Häufigkeit von ausführlichen Meinungen zum Thema NLZ wirklich besorgniserregend.

*btt*
Ich sehe das punktuell ein wenig anders als @Nummer13. Ja, ein NLZ kostet Geld. Es gab mal die Aussage von RR dass das NLZ Minimum 450K im Jahr kostet.
Wir waren schon einmal soweit, dass wir zwei Sterne hatten (für Erfurter Verhältnisse das Maximum).
Damit war DFB Geld über drei Jahre sicher. Geld mit dem man planen konnte. Die Zertifizierung damals hat neben Engagement auch Geld gekostet - nicht wenig Geld.
Man muss sich einfach mal die Namen ansehen, die in unserem NLZ mal federführend gearbeitet haben. Wir waren auf einem guten Weg.
Das alles (incl. Sterne) wurde innerhalb kürzester Zeit aus meiner Sicht weggeworfen, ein Unding. Richtig, das passierte in ganz schweren Zeiten, wo es ums Überleben ging. Trotzdem hätte das aus meiner Sicht nicht sein MÜSSEN oder gar DÜRFEN. Denn es war doch von Anfang an klar, dass es eine Zukunft des RWE nur mit einem gut funktionierenden NLZ geben würde.
Leider wurde das lange von den Verantwortlichen so nicht gesehen und scheinbar in 18/19 lieber wieder Geld in der ersten Mannschaft verbrannt mit dem wahnwitzigen Ziel sofortiger Wiederaufstieg. Von Geldern für das legendäre Wintertrainingslager in der Türkei will ich garnicht reden. 
Ich stelle mir gerade mal vor, wie es gewesen wäre, wenn nur ein Teil der Gelder in das NLZ geflossen wäre und sinnvoll ausgegeben.
Es ist Geschichte...
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Wenn ich die Diskussionen hier in der Vergangenheit richtig in Erinnerung habe, hat es das NLZ nicht mal geschafft eine sinnvolle Verwendung der geschenkten Gelder der #reinballerNLZ-Aktion zu finden....
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Bevor Ihr Euch weiter in der Theorie verfangt und den 2. vor dem 1. Schritt macht, es wäre schon ein Anfang, wenn Talente aus der U19 zumindestens 1x wöchentlich bei den Großen mittrainieren, um sich vor allem an die Spielgeschwindigkeit und Robustheit zu gewöhnen. Daran scheitert es doch schon. Mal abgesehen von der Tabellensituation beim Trainerwechsel, die ist eigentlich schon Grund genug, ein Blick auf die damalige Personalsituation der U19 hätte gereicht um zu verstehen, warum es keine Nachwuchsspieler in den Kader unter R.K geschafft haben. Und wenn ich die nicht kenne, unterlasse ich jegliche Deutungen!
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