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Regionalliga Nordost 2018/2019 - alles zum Thema
Wenn es wie letztes Jahr ist, müsste der Spielplan bis Ende dieser Woche stehen.
Letztes Jahr war es sogar Mittwoch fertig.
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Nulldrei jetzt mit eSports-Abteilung! | BABELSBERG 03
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ZFC Meuselwitz in Aufruhr: Gewalttätige Fans gibt es an der Schnauder nicht
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stress in karl marx stadt: Insolvenzverwalter erlässt Stadionverbote
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Da kann man nur Danke dafür sagen, wie es Stand 11.7.2018 bisher bei uns gelaufen ist.
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Budissa Bautzen : Trainer Gütschow sieht die schwierigste Liga aller Zeiten

Oberlausitz Neugersdorf : Carsten Hutwelker mag keine Fragebögen

Wacker Nordhausen : Volkan Uluc will aufsteigen in Liga 3
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Dann heute einmal den versprochenen Teil II einer Kurzvorstellung der Vereine zur neuen Spielklasse.

VfB Germania Halberstadt :
Die einzige Auswärtsfahrt, die uns nach Sachsen - Anhalt führen wird - da kein einziger weiterer Verein aus diesem Bundesland in dieser Spielklasse zu finden ist.
Mit neuem Präsidium und neuen Vorstellungen kam die Germania vor Saisonbeginn in die Schlagzeilen, als sie verkündete, das ab der neuen Saison der Verein kein Vollprofitum mehr machen wird.
Das drückt sich auch in den Zugängen zur neuen Saison aus - ausnahmslos junge Spieler im Altersbereich 18 - 22 Jahren, viele aus den U19-Mannschaften anderer Vereine (bevorzugt natürlich aus Magdeburg), auch RWE-Spieler Hans Oeftger zieht es dorthin in der neuen Saison. Daraus ergibt sich, das die Germania neben Hertha BSC II und Fürstenwalde mit nur 22 Spielern und einem Durchschnittsalter von 22,8 Jahren die drittjüngste Mannschaft der Liga sein wird.
Bisherige Stammspieler hingegen verließen Halberstadt mit Ende der Saison Richtung anderer Regionalligisten - dazu gehören
Beil  ( der aktuell gefühlt zehnte Stürmer in Nordhausen), Nattermann (nach Babelsberg), Jurcher (nach Saarbrücken), Oschmann (zum BAK), auch die Ex-RWE-Spieler Paul Büchel (jetzt Union Fürstenwalde) und Patrick Twardzik (jetzt BFC Dynamo ).
In der Mannschaft gibt es nur 5 Spieler, die 25 Jahre und älter sind und trotz Beendigung des Vollprofitums geblieben sind.
Kapitän Boltze (32) ist am Ende der Karriere (Sachsen Leipzig, Dynamo Dresden, Chemnitzer FC, HFC, Magdeburg und Meuselwitz). Innenverteidiger Blume (FCM-NLZ bis zur ersten Mannschaft, H96 II, Nordhausen) ist 25, der vielen bekannte Innenverteidiger Adli Lachheb (HFC, Aue, Duisburg, HFC, Kassel, Regensburg, BFC) jetzt 31, Linksverteidiger Schulze (HFC, Lok, Kassel ) auch 25, Mittelfeldspieler Marcel Goslar (Sohn des ehemaligen Nordhäuser Trainers Jörg Goslar) ist 29.
Der gebürtige Quedlinburger und erfahrene Trainer Andreas Petersen wird zur neuen Saison den Sportdirektor der Germania geben - die immerhin über eine Spielbetriebs GmbH verfügt.
Aktueller Trainer ist der erst 29-jährige Maximilian Dentz - ehemals Spieler im Magdeburger NLZ und später verschiedenen niedersächsischen Vereinen. Dentz war seit 2016 Co-Trainer unter Petersen.
RWE-NLZ-Leiter Henry Fuchs trainierte ebenfalls 2015 einmal mit wenig Erfolg den VfB Germania Halberstadt.
Älteren Fußballfreunden ist der Verein vielleicht noch als Lok Halberstadt ein Name, der gelegentlich in der DDR-Liga auftauchte. Ab der Wende bis 2003 nur in der Verbandsliga zu finden, stieg man dann in die Oberliga Süd NOFV auf. Von 2011 bis 2016 spielte Halberstadt in der RL Nordost und nach einem Abstieg seit 2017 erneut wieder.
In Pflichtspielen traf RWE bisher nur mit der ehemaligen zweiten Mannschaft auf die Germania in der NOFV Oberliga Süd.
Gespielt wird im Friedensstadion Halberstadt, das rund 5.000 Zuschauern Platz bietet und im Süden von Halberstadt liegt.

FSV Wacker Nordhausen
Vom Nordrand des Harzes nun an den Südrand des Harzes zurück nach Thüringen - und der Frage, wer sich als führende Kraft etabliert in Thüringen.
In den 90er Jahren duellierten sich ja Wacker Nodhausen und RWE teilweise richtig heftig in der NOFV OL Süd, der RL Nordost und im Thüringenpokal. Dann sah man sich nach 1998 erst 2009 erstmals im Pokal wieder sowie 2014 und 2017.
Bis auf 2 Finalsiege im Thüringenpokal (1996, 1997 ) und einen Punktspielsieg 1995 in Erfurt gab es da jedoch in Pflichtspielen wenig bis nichts zu bestellen für Wacker gegen RWE.
Ab 1998 ging es steil bergab in Nordhausen - der Absturz bis in die sechstklassige Landesklasse inklusive Insolvenz. Erst 2005 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga Thüringen, dann 2012 der Aufstieg in die Oberliga und 2013 sozusagen im "Durchmarsch" der Aufstieg in die Regionalliga Nordost.
Nach den Plätzen 5, 3, 3, 7 und 2 in der letzten Saison  giert man weiter nach dem Drittligaaufstieg. Gescheitert ist man an diesem bereits seit längerem geäußerten Anspruch trotz sehr guter Kader und guter Trainer für die Regionalliga jedoch stets immer wieder sehr deutlich - in keiner der Saisons hatte Nordhausen nicht mindestens 12-15 Punkte Rückstand ( teilweise sogar bis zu 25 Punkte und mehr) zum Staffelsieger. In der letzten Saison zb zeugen 13 remis in 34 Punktspielen wohl auch ein bißchen von fehlender Mentalität und der Gier nach dem Sieg.

Unter 20 Transferaktivitäten (Zugänge und Abgänge) hat es Wacker in keiner einzigen Saison gemacht, seit der Saison 2016/2017 waren es zuletzt sogar 30 bis fast an die 40 heran - pro Saison.
Auch kuriose Geschichten wie die Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Maurizio Gaudino als Sportdirektor brachten den Verein nicht weiter. Ganz im Gegenteil - aufgeblähte Kader, so das durchaus prominente Spieler (Marco Sailer, Nils Pfingsten-Reddig, Tino Semmer, Zafer Yelen als Beispiele), die anderenortes mit Sicherheit wenigstens noch Regionalliga oder sogar Liga 3 spielen könnten, in der Verbandsligamannschaft von Wacker für gutes Geld kicken und diese in die Oberliga schossen und im Kader der ersten Mannschaft diese Spieler garnicht mehr auftauchen und auch nicht mehr auftauchen werden.
Laut transfermarkt.de hat der aktuelle Kader einen Marktwert von 2,75 Millionen Euro bei 26 Spielern - der höchstdotierte der Staffel. Und der Kader ist mit durchschnittlich 27,1 Jahren der älteste der Liga und deutlich vor anderen Vereinen in dieser Frage.
Ob der Verschleiß von Sportdirektoren und Trainern sich ändern wird, muss man sehen.
Aktuell hat Volkan Uluc die Zügel in der Hand, hat sehr viel Regionalligaerfahrung als Trainer. Seine beste Zeit als Trainer auf seinen vielen Stationen hatte Uluc jedoch eindeutig zwischen 2012 und 2014 beim BFC Dynamo - die einzige Trainerstation mit einem Punkteschnitt über 2 Punkte pro Spiel, was dann auch zum Aufstieg des BFC in die Regionalliga führte nach 2 Jahren. An diese Werte kam er anschließend weder in Ostthüringen (1,79 in 57 Spielen) noch in Nordhausen (1,69 in 45 Spielen) je wieder heran.
Die öffentlichen Aussagen auch von Uluc gehen klar in Richtung Aufstieg Liga 3.

Dazu hat man nach der letzten Saison  erstmalig deutlich nur unter 20 Transfers im Kader gehabt. Torwart Glinker (Magdeburg), Rechtsverteidiger Kovac (Wehen Wiesbaden), der aufstrebende Mittelfeldspieler Andacic (FSV Frankfurt/Main), Christoph Göbel (FSV Zwckau), die Stürmer Kammlott (RWE), Beil (Halberstadt), Sobotta (St.Pauli), Merkel (Chemie Leipzig).
Qualität ist sicherlich am Südharz da - ob es Uluc gelingt, daraus ein divenfreies Erfolgsteam zu machen, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Denn allein im Angriff stehen neben den 4 !! Neuzugängen ja auch noch 3 etablierte Spieler wie Nils Pichinot, Joy Lance Mickels und Oliver Genausch (ehemals FSV Zwickau). Und das bei einer Mannschaft, in der Uluc in aller Regel im 4-2-3-1 spielen lässt.
Dazu stehen dahinter im zentralen und offensiven Mittelfeld mit Benjamin Kauffmann, Lucas Scholl, Dino Medjedovic, Christoph Göbel, Mateo Andacic und Cihan Ucar allein 6 Spieler, die sicherlich die 3 zentralen/offensiven Mittelfeldplätze belegen wollen und nicht noch einem Überangebot an Stürmern weichen möchten.

Gespielt wird in Nordhausen immer noch im alten Albert-Kuntz-Sportpark , der rund 8.000 Zuschauern Platz bietet und mächtig in die Jahre gekommen ist. Auch das Projekt Stadionumbau stockt an vielen Stellen in Nordhausen.

ZFC Meuselwitz
Fast am Rand zu Sachsen liegt die Meuselwitzer Glaserkuppe - Heimstatt des Zipsendorfer Fussballclubs Meuselwitz. RWE hat ganze 4 Pflichtspiele - alle  im Thüringenpokal  - gegen den ZFC bestritten. Nach Finalsieg 2008 für RWE, Halbfinale 2013 sowie Viertelfinale 2016 mit meist knappen RWE - Siegen gab es auf der Glaserkuppe für RWE auch eine der peinlichsten Niederlagen in der langen Serie erfolgloser Pokaljahre zwischen 2009 und 2017 mit der 0:1-Niederlage im Halbfinale 2012.
Seit 2009 sind die Männer von der Glaserkuppe fester Bestandteil der Regionalliga ( bis 2012 Regionalliga Nord). Unter den Trainern Damian Halata und Holm Pinder wurden damals immer über 40 Punkte und sorgenfreie Mittelfeldplatzierungen geschafft.
Lediglich in der Saison 2014/2015 unter Dietmar Demuth wurde es richtig eng für die Zipsendorfer - mit gerade 22 Punkten wäre man eigentlich abgestiegen. Der Aufstieg des 1.FC Magdeburg, der Rückzug von Union Berlin II, die Insolvenz des VFC Plauen und die Aufstockung der Liga von 16 auf 18 Mannschaften retteten dem ZFC die Spielklasse.
Nach der Saison durfte Demuth gehen und der allseits bekannte Heiko Weber führt seitdem das sportliche Zepter auf der Glaserkuppe, stabilisierte die Mannschaft wieder bei ansteigenden Punkten in den letzten 3 Saisons und relativ sorgenfreien Mittelfeldplätzen wie ehemals.
2 Pokalsiege brachten den Zipsendorfern auch zwei Erstrundenteilnahmen im DFB - Pokal gegen den 1.FC Köln und Hertha BSC ein. Im Landespokal war seit 2006 das Viertelfinale das Mindeste, was man erreichte. Oft wurde es auch das Halbfinale und sogar das Finale. Gescheitert ist man stets nur an den 3 "höheren Mächten " des Thüringer Fußballs - dem anderen Ostthüringer Verein, an RWE oder Nordhausen.
Der Kader ist recht groß in Zipsendorf - aktuell 27 Spieler bei einem Durchschnittsalter von ca. 25 Jahren. Neben vielen jungen Spielern unterschreiben auch manche Routiniers ob der Perspektiven zum Karriereende, wozu der Präsident Hubert Wolf mit seiner Firma "bluechip" durchaus beiträgt.
Ein eher verhaltener Kaderumbruch zur neuen Saison - gute Spieler wie Al Azzawe und Dadashov ( zum BFC; Dadashov inzwischen bereits nach Münster) verließen letzte Saison bereits den Verein.

Dafür tätigte man vor allem im recht dünn besetzten Defensivbereich interessante Transfers. So zb den jungen Griechen Kyriakos Andreopoulos vom Zweitligisten AO Trikala (ausgebildet bei Panathinaikos Athen und AEK Athen, Einsätze bei der griechischen U 17 bis U21), den erfahrenen Japaner Hiromu Watahiki von Lok Leipzig, die jungen Felix Beiersdorf (Red Bull) als Leihe, Rintaro Yayima (Chemie Leipzig) und Alexander Dartsch (Chemnitz). Für den Angriff holte sich Heiko Weber ebenfalls junge, unbekannte Spieler wie Tim Bunge (Chemie Leipzig), Romario Hajrulla (Wismut Gera), Paul Grzega (Leihe von Carl Zeiss) und mit Nikolaos Giannitsanis (ausgebildet bei Panathinaikos Athen, greichische U17 bis U21) einen weiteren Griechen von AO Trikala.
Die beiden verpflichteten Griechen weisen Marktwerte auf, die sehr weit über dem Schnitt der Zipsendorfer und auch der Regionalliga insgesamt liegen und man eher in Liga 3 vermutet. Da liegt zb Giannitsanis auf dem Level eines Theodor Bergmann.

Das Korsett der Zipsendorfer bilden wohl zweifelsohne Torwart Braunsdorf, Abwehrchef Pierre Le Beau (ehemals Aue und CFC), , Ex-RWE-Spieler Fabian Stenzel, die Mittelfeldspieler Rene Weinert und Michael Rudolph (seit 2005 bzw. 2008 im Verein, die beiden Dienstältesten) und Stürmer Andy Trübenbach ( gerüchteweise vor einem Jahr auch einmal als RWE - Zugang gehandelt ).
Gespielt wird nach wie vor auf der Glaserkuppe bzw "bluechip"-Arena, die 5.200 Plätze hat und stets etwas zugig ist.

Im Teil III drehen wir dann die "Sachsenrunde " in der Regionalliga Nordost.
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