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Umfrage: Wie endet das Pokalspiel Heiligenstadt - RWE ?
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Thüringenpokal AF: SC 1911 Heiligenstadt - FC Rot-Weiß Erfurt
Nach aufregenden drei Spielen mit dem Heimkracher Aue plus zwei Last-Minute-Siegen auswärts in der Liga gegen Hertha II und Lok Leipzig samt Sicherung der Tabellenführung kann RWE vor dem nächsten Kracher beim Chemnitzer FC mal etwas durchatmen.

Füße hoch legen geht jedoch nicht.
Trainer Fabian Gerber gab zwar nach dem emotionalen sowie historischen Sieg bei Lok Leipzig 3 Tage traininsgfrei.

Ab Mittwoch wird jedoch bei RWE wieder geschwitzt, geübt und analysiert auf dem Trainingsplatz.
Denn zum Wochenende steht im anderen Wettbewerb - dem Thüringenpokal, dessen Gewinn erklärtes Ziel bei RWE ist - das Achtelfinale an.

Der letzte RWE-Pokalsieg geht nun auch schon wieder auf 2017 zurück.
Das wäre - bei angenommenem Finaleinzug - bei einem Endspiel in 2027 auch schon wieder 10 Jahre her.
Nachdem wir zuletzt historische Siege - wie mal wieder auswärts beim FCC oder sogar nach fast einem halben Jahrhundert bei Lok - gefeiert haben, wäre das sicherlich historisch auch etwas für die To-Do-Liste der laufenden Saison. Der Pokalsieg.

Im sehr schönen und gepflegten Stadion am Gesundbrunnen in Heiligenstadt steht auf dem Weg in ein Finale erst einmal am Sonntag um 14.00 Uhr das Achtelfinalspiel gegen den Verbandsligisten 1.SC 1911 Heiligenstadt an.  
Wie in der letzten Saison führen uns die Pokallose auch diese Saison ziemlich oft in das Eichsfeld.

Viermal trafen sich Heiligenstadt und RWE bereits im Pokal.
Die damalige drittklassige Mannschaft der Regionalliga Nord von RWE gewann im Viertelfinale des Wettbewerbes 2006/07 klar mit 4:0 im Eichsfeld.
Im September 2012 richtete es dann recht mühsam die damalige Drittligaelf mit 3:1 in der zweiten Hauptrunde.
Als frisch abgestiegener Drittligist musste man im August 2018 in der I.Hauptrunde erneut in die Heilbadstadt und siegte nach anfänglichen Mühen am Ende glanzlos mit 5:0.
Beim vierten und bisher letzten Duell im Stadion am Gesundbrunnen kam man sogar als Oberligist ins Eichsfeld und siegte am Ende in der II.Pokalrunde im September 2021 ebenfalls glatt 5:0 mit einem erneut eher glanzlosen Auftritt.

Die Gastgeber aus der Kreisstadt des Eichsfeldkreises haben insgesamt seit 2003 ganz gute Pokalrunden gespielt.
Höhepunkt war 2011 der bisher einzige Finaleinzug und das Endspiel im eigenen Stadion gegen den ZFC Meuselwitz, dem man erst im 11m-Schießen 5:6 unterlag.

Dazu gesellen sich 3 weitere Halbfinaleinzüge ( 2009 FCC 0:2 ; 2023 Nordhausen 1:3 n.V. und 2025 Fahner Höhe 2:5) und 3 Viertelfinals (2004 FCC 0:3, 2007 RWE 0:4; 2014 Fahner Höhe 0:3).

Letzte Saison endete die Reise für Heiligenstadt im Achtelfinale gegen den FCC mit einem starken Auftritt und am Ende einem 1:3 als damaliger Oberligist.

Das war für den SCH ohnehin der sportlich größte Erfolg, als Meister der Thüringenliga 2025 in die NOFV Oberliga Süd aufzusteigen und erstmals über Thüringen hinaus in einer Spielklasse zu sein.
Am Ende erfolgte zwar der direkte Abstieg 2026 zurück in die Thüringenliga.
4 Siege und 8 remis - 20 Punkte, 33:63 Tore - reichten nur für den letzten Platz 16. Mit 10 Punkten Abstand auf das rettende Ufer, das Lok Stendal erreichte.
Immerhin mussten mit dem FC Grimma und Bischofswerda auch 2 Vereine mit in die Landesligen herunter, gegen die RWE vor ca 4 Jahren noch in der Oberliga spielte.

Die aktuelle Saison hatte bereits 7 Spieltage für den Absteiger in die Thüringenliga, in der man aktuell hinter Spitzenreiter FC Eichsfeld aus Struth Platz 4 belegt mit 5 Punkten Rückstand bei einem Spiel mehr.
Eichsfeld hat alle seine 6 Spiele gewonnen, während Heiligenstadt aus 7 Spielen 4 Siege und 1 remis holte. Jedoch auch 2 Niederlagen kassierte und 12:7 Tore erreichte.
In Frankenhausen - Trainer Ludwigs letzter Station - startete man mit 1:1 in die Saison, dem FC Saalfeld unterlag man 0:2 zu Hause, bei Einheit Bad Berka gelang mit 3:1 endlich der erste Sieg.
Ein 5:2 in der ersten Pokalrunde bei der SpVg Siebleben schob man hinterher, um anschließend sein Heimspiel in der Liga gegen Fahner Höhe mit 2:0 zu gewinnen und in der zweiten Pokalrunde erneut in Gotha - diesmal bei Wacker - klar mit 4:0 das Achtelfinale zu erreichen.
Beim Tabellenzweiten Thüringen Weida unterlag man dann 1:3 in der Liga. Anschließend siegte man klar 4:0 über den Suhler SV zu Hause und holte sich bei der SpVgg Geratal mit 1:0 weitere 3 Punkte am letzten Wochenende.
Langsam ist man also drin in der Saison und hat sich stabilisiert.

Nach dem Oberligaabstieg gab es größere Veränderungen am Kader der Heilbadstädter.
11 Spieler verließen den Verein.
Gleich 4 Spieler beendeten dabei ihre aktive Laufbahn. Darunter auch der inzwischen 40-jährige Routinier Sebastian Möhlhenrich, der seit 1996 ununterbrochen ausschließlich in Heiligenstadt spielte und die Saison Oberliga als Höhepunkt noch mitnahm.
Er war auch in allen Pokalspielen gegen RWE bisher dabei.
Mit 29 Jahren die Laufbahn beendet hat auch EX-RWE-Juniorenspieler Alexander Rohner.

Auch Ex-RWE-Spieler Keliano Tavares verließ die Eichsfelder nach dem Abstieg und schloß sich US Hostert in Luxmburg an, wo er jetzt mit Ex-RWE-Spieler Abou Ballo wieder zusammen spielt.
Die talentierten jungen Stürmer Moritz Ruprecht ( SSC Weißenfels) und Kristian Bako (TuS Dassendorf) landeten in Oberligavereinen.

5 Zugänge gab es, davon 3 aus der U19 und einer aus der zweiten Mannschaft.
Extern kam lediglich Ole Hoch zurück nach Heiligenstadt.
Der Zehner war einst aus Heiligenstadt in die große Fußballwelt gezogen. RBL NLZ, Schalke von Jugend bis U17, Magdeburg U19 und erste Mannschaft, Germania Halberstadt (Regionalliga unter Manuel Rost), SV Rödinghausen (RL West) und zuletzt BFC Preussen (RL Nordost) waren seine Stationen. Damit bringt er die Erfahrung von 94 Regionalligaspielen mit.

Weitaus bekannter und prominenter ist Ole Hochs zentraler Pendant im Mittelfeld, Fabian Schnellhardt.
Als Profi beendete er 2024 seine Karriere und kam zurück nach Thüringen.
Jugendvereine wie der SC Niederorschel und der SC Leinefelde und deren Ausbldung brachten Schnellhardt als 14-Jährigen in das NLZ von RWE bis zur U17.
Weiter ging es beim 1.FC Köln von der U17 bis in den Profikader.
Dann ging es zum MSV Duisburg für 5 Jahre, inklusive einjähriger Leihe zu Holstein Kiel.
Aus Duisburg führte der Weg zu Darmstatd 98, wo er weitere 5 Jahre spielte. Auf all diesen Stationen sammelte er 10 Einsätze in der 1.Bundesliag, 147 Zweitligaspiele, 82 Drittligaspiele, 17mal DFB-Pokal und darüber hinaus Einsätze in den U17/19-Bundesligen, diversen Landespokalen, Regional- und Oberligen.
Unterlegt von Einsätzen in den deutschen U-Nationalmannschaften von der U15 bis zur U20.
Höhepunkt dürften die Vizeeuropameisterschaft 2011 der U17 und Platz 3 bei der nachfolgenden U17 - WM in Mexico unter dem damaligen Trainer Steffen Freund gewesen sein, von dem er auch bei diesen Meisterschaften mehrfach eingesetzt wurde.
Als 17-jähriger gegen Brasilien vor 95.000 Im Aztekenstadion von Mexico-City zu spielen, dürfte wohl einmalig in der Karriere sein.
Zumal er in jener U17-WM-Mannschaft durchaus bekannte Mitspieler hatte wie zb den EX-RWE-Spieler Okan Aydin ( der mehrere Tore schoß). Emre Can, TW Odysseas Vlachodimos, Mitchell Weiser, Marvin Duksch, Niklas Süle, Rani Khedira, Joshua Kimmich oder Maximilian Arnold als Beispiele. Alles bekannte Profis, die damals zum Kader gehörten.
Nun also Heiligenstadt als Lebensmittlepunkt sowie Karriereschritt für die Karriere danach sowie als erfahrener Spieler der Heiligenstädter Mannschaft.

Mit Artur Voilenko (Ex-RWE), Benjamin Köhler ( Ex -FCC und Nordhausen), Elias Gorges (Ex-RWE und Nordhausen), Leon Göbel (EX-RWE und FCC), Leon Gümpel (CFC NLZ), Fabian Dornieden (RWE JUgend) und Robin Vogt (RWE JUgend) gibt es mehrere Spieler, die entweder in NLZ teilweise oder ganz ausgebildet wurden und/oder bei Vereinen wie RWE, FCC, Nordhausen und Göttingen 05 Erfahrungen in Oberliga und sogar Regionalliga sammelten.
Dann wäre da noch Maciej Wolanski, der 30-jährige kleine Bruder der 40-jährigen Zwillinge Mariusz und Michal Wolanski. Die beiden trafen wir schon bei Grün-Weiß Siemerode, Mariusz spielt dort sogar noch mit 40. Maciej bekam seine Ausbldung beim sehr bekannten polnischen Verein Gornik Zabrze udn ist der beste Angreifer des SC.

Die übergroße Merheit des Kaders wurde ansonsten größtenteils beim SC Heiligenstadt in der eigenen Nachwuchsabteilung selbst ausgebildet oder kommt aus umliegenden Vereinen.

Auf der Trainerbank sitzt mit dem 42-jährigen Alexander Ludwig noch ein weiterer Akteur mit RWE-Bezug in seiner Laufbahn.
Seine reiche Erfahrung als Profi nach der Ausbildung bei RWE, Werder Bremen und Hertha BSC als Jugend - und Juniorenspieler bei Hertha, Dynamo, St.Pauli, 1860 München, Cottbus und SF Lotte und in der Abstiegssaison bei RWE kann er an seine Schützlinge weiter geben.
Als Trainer war er nach der aktiven laufbahn bei RWE und Aue im Nachwuchs tätig sowie Trainer von Wacker Gotha und zuletzt 4 Jahre bei BW Bad Frankenhausen.
Nach dem Oberligaaabstieg übernahm er Heiligenstadt.

Da wird eine motivierte SC-Mannschaft gegen RWE auf dem Feld stehen, in der es durchaus Akteure gibt, die fußballerisch etwas können und einen Plan haben.

RWE sollte da den besseren Plan haben und diesen usmetzen. Dabei ohne unnötige Nebengeräusche das Viertelfinale erreichen. Es gibt eigentlich aus RWE-Sicht eldiglich diesen Anspruch an dieses Poaklspiel am Sonntagnachmittag.

Nicht dabei sein werden natürlich die bekannten Verletzten Aboagye, Inaler.
Auch die angeschlagenen Awoudja, Hajrulla und Claxton werden im Pokal fehlen.
Bei Gonda und Felßberg muss man sehen, wie weit sie wieder fit sind und einsatzbereit.

Darüber hinaus werden sich im Pokal auch eine Reihe Spieler bewähren müssen, die sonst nicht immer in der Startelf stehen. Rodtnick wird im Pokal das Tor hüten. Wie in den anderen Pokalrunden besteht die Möglichkeit, dass in Vorbereitung auf das Chemnitz-Spiel Stammspieler völlig oder teilweise geschont werden. Auch mal Spieler wie Mashigo oder Santana Soares wieder auftauchen. Auch Andreychik und Becker zb Spielpraxis bekommen ebenso wie Dreca oder der in Leipzig unglücklich agierende Kerkemeyer.

Am Ende des Sonntags sollte es für alle ein schönes Pokalerlebnis gewesen sein und RWE seriös den Auftrag Einzug in das Viertelfinale erledigt haben.
Und dann könnte man noch mit mehr als 2.000 Zuschauern den Zuschauerrekord in Heiligenstadt im Pokal (2009 HF gegen FCC) knacken.
Also - alles, was kann, nach Heiligenstadt.
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Alles andere als ein Weiterkommen wäre eine Enttäuschung. Mir Wurscht ob 1:0 oder 5:0 :)
Hauptsache weiter und keine Verletzten
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DEM schließe ich mich an, Weiterkommen aber erst in der Verlängerung
Entstand 1:2
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Und hoffentlich spielen keine Spieler die gerade erst genesen sind ….
Sehr riskant gegen ehrgeizige und gleichzeitig körperlich sehr harte unterklassige Gegner
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