Ich stimme @Duffy ja selten zu, aber hier hat er m. M. n. Recht. Der "Osten" wird untergebuttert, genauer gesagt der NOFV.
Das Kompassmodell ist für alle Vereine am fairsten. Die einzigen Leidtragenden sind die Absteiger durch die Mannschaftsreduzierung, die es ohnehin geben wird und die Hessischen und Thüringer Vereine. Die werden immer mal hin- und hergeschoben, wenn das Kompassmodell durchgesetzt wird. Alle Vereine können sich darauf verlassen, optimale Fahrtstrecken zu haben (optimal = keiner kann kürzer fahren, ohne dass ein anderer weiter fahren muss). Ja, auch da gibt es mal weite Strecken, und ja, die Mitteldeutschen Vereine haben wahrscheinlich weitere Strecken, als die Vereine im Ruhrgebiet, aber im Schnitt ist es kostentechnisch die beste Lösung.
Was die Ostdeutsche Allgemeine schreibt, ist zutreffend. Weniger Aufsteiger aus dem Osten mit mehr Aufsteigern z. B. aus Bayern. Natürlich wird "der ehemalige Osten" dadurch nachhaltig geschädigt und diskriminiert.
Gerade über Bayern wird m. M. n. viel zu wenig gesprochen. Eine Dreiklassenliga, in der in großem Maße semiprofessionelle Dorfvereine überwiegen, gepaart mit einer Handvoll ehemaligen Bundes- und Zweitligisten auf absteigenden Ästen und 2-3 Mannschaften mit sportlichen (Aufstiegs-)ambitionen. Die müssen ja fast betteln, um einen sportlich ausgetragenen Aufstiegskampf zu führen, weil die wenigsten Vereine in die 3. Liga hoch wollen. Zudem haben sie 3 Monate Winterpause (geplant), weil die Sportstätten Fußballspielen nicht zulässt. Dieser Verband braucht keine eigene Regionalliga. Aber statt Bayern schlägt das 4-ReLi-Modell vor, die zuschauerstärkste Liga, in der fast die Hälfte der Mannschaften Ambitionen für die 3. Liga hat, zu zerschlagen? Damit dann halb Deutschland eine Regionalliga hat, während Bayern, "West" und Süd-West jeweils eine haben?
Bei allem Verständnis für Machterhalt und egozentrische Weltbilder - dass die Teilung der RLNO eine gute Lösung ist, dem ist nicht zu helfen. Das einzige (!) Argument des Westens/Süd-Westens ist, dass da mehr Vereine gemeldet sind, als in den anderen Regionalverbänden. Die Argumente, die für die "Ostvereine" sprechen, werden überhaupt nicht gewichtet: Zuschauerzahlen (Spitzenreiter), Ambitionen (ähnlich hoch, wie in West und Süd-West), wirtschaftliche Stabilität (im Vergleich zu West mit zahlreichen Rückzügen/Insolvenzen in den letzten Jahren), sportliche Konsistenz der Vereine, ...
Man sollte vielleicht auch darüber nachdenken, für wen diese Regionalligen sind: Für Fans, für Vereine, für Spieler, für Trainer und für Schiedsrichter. Nicht für Verbandspräsidenten, denen es nur darum geht, ihr Ego zu pflegen.
(Vor 10 Stunden)Puffbohne schrieb: Mal ganz ehrlich, am Ende haben doch die Vereine die größte Macht, oder? Wäre es nicht eine Möglichkeit einfach zu streiken, wenn tatsächlich das Regionenmodell beschlossen wird?
Einfach mal den Spielbetrieb einstellen? Klar, ist schwierig umsetzbar, weil da auch viele Kosten dranhängen bzw. es da sicher auch eine Spielordnung gibt, aber es kann doch nicht sein, das man diese Sch.eisse einfach so ertragen muss?
Zumindest könnte man die ersten 4 Minuten das Spielen einstellen. Auf allen Plätzen, alle Vereine der Regionalliga an einem Spieltag.
Was heimlich, still und leise zudem beschlossen wurde: Nicht zur Saison 27/28, sondern erst 28/29 soll das neue Modell kommen. Heißt: eine weitere Saison mit einem Meister, der nicht aufsteigt.